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04.03.2019 Chemnitzer Friedenspreis 2019

Am Vorabend des Chemnitzer Friedenstages wurde heute im Stadtverordnetensaal im Rathaus der 16. Chemnitzer Friedenspreis sowie ein Ehrenpreis verliehen. 

Die Preisträger 2019:

1. Platz - Chemnitzer Friedenspreis: Human Aid Collective e.V. 

Der Verein, im November 2015 gegründet, transportierte bislang mehr als 41 Tonnen medizinisches Gerät, Hilfsmittel und Babynahrung in Lager und Krisengebiete, sowie mehr als 5.000 Love-Boxen mit Kinderkleidung, Spielzeug und Lernmitteln für Flüchtlingskinder. 

Die weiteren Preisträger:

  • 2. Platz : Nachhall e.V.
  • 3. Platz: „Buntmacherinnen – Lichterwege“ 
  • Ehrenpreis: Iris Tätzel-Machute

Der Chemnitzer Friedenstag

Der Ausgangspunkt des Chemnitzer Friedenstages war 2002 die Idee von Pfarrer Hans-Jochen Vogel (Pfarrer i.R., † 2005) und Sabine Kühnrich (Sängerin), diesem Gedenktag einen Charakter zu verleihen, der das Abgleiten in inhaltslose Rituale verhindert und an dem zukünftig friedensstiftende kulturelle und politische Impulse für die Stadt und von der Stadt ausgehen werden“ – wie sie es damals in einem Aufruf formulierten. » Zum Aufruf vom 16.02.2002

Der Aufruf wurde von namhaften Chemnitzern unterschrieben. Gemeinsam mit Pfarrer Stephan Brenner, gründeten die beiden Initiatoren die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag.

Heute gehören ihr an Hartwig Albiro (ehem. Schauspieldirektor), Stephan Brenner (Pfarrer), Nancy Gibson (Direktorin der Städtischen Musikschule), Etelka Kobuß (Ausländerbeauftragte), Sabine Kühnrich (Künstlerin), Christoph Magirius Pfarrer i.R.; Ehrenbürger der Stadt Chemnitz), Dr. Thomas Schuler (ehem. Direktor des Schloßbergmuseums), Heike Steege (Sozialarbeiterin), Jürgen Tautz (Geschäftsführer der AWO Chemnitz).

Jedes Jahr wuchs die Zahl der Engagierten, um die Idee des Friedenstages mit Leben zu füllen Unzählig viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden dafür geleistet. Der Begriff Chemnitzer Friedenstag ist seit etlichen Jahren in den allgemeinen Sprachgebrauch der Stadt eingegangen.

Die Zahl derer, die sich bewusst an diesem Tag mit der Problematik Krieg und Frieden und den Ursachen des 2. Weltkrieges beschäftigen, ist so groß wie nie, auch in den Nachwuchsgenerationen. Die friedensstiftenden kulturellen und politischen Impulse rund um diesen Tag sind aus Chemnitz nicht mehr wegzudenken.

Allerdings verzeichnen wir auch eine Erweiterung rassistischer und rechtsextremer Realität in unserer Gesellschaft. Auch Chemnitz musste erst in überregionale Schlagzeilen in Zusammenhang mit den Morden des NSU geraten, damit die allgemeine Öffentlichkeit wahrnahm, dass diese Stadt schon lange Jahre Hinterland von Neonazis ist.

Gesamtkonzept und Koordination

Logo der Arbeitsgruppe Chemitzer Friedenstag

Hartwig Albiro, Stephan Brenner, Nancy Gibson, Etelka Kobuß, Sabine Kühnrich, Christoph Magirius, Dr. Thomas Schuler, Heike Steege, Jürgen Tautz, Jacqueline Haupt

Logo der Stadt Chemnitz

In Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz